Ziel
Was möchtest du am Ende haben oder verstehen?
Prompts heute
Ein Prompt ist weiterhin deine Eingabe an eine KI. Aber du musst daraus keine Wissenschaft machen. Viele moderne KI-Systeme kommen mit normaler Sprache, Rückfragen, Bildern, Dateien und einem längeren Gespräch deutlich besser zurecht als früher.
1 · Einfach anfangen
Beschreibe zuerst, was du vorhast. Wenn etwas fehlt oder falsch verstanden wurde, kannst du nachlegen, korrigieren und weiterarbeiten.
Du kannst mit einem halbfertigen Gedanken starten: Was ist dein Problem? Was möchtest du erreichen? Was hast du schon probiert?
Eine Antwort darf anschließend gemeinsam verfeinert werden. Sätze wie „Nein, so meinte ich das nicht“, „Mach es einfacher“ oder „Lass diesen Teil unverändert“ gehören ganz normal zur Arbeit mit KI.
So kann ein Einstieg heute aussehen
„Ich baue gerade einen Musikplayer. Grundsätzlich läuft er schon, aber beim Umschalten zwischen zwei Ansichten passiert etwas Falsches. Ich zeige dir erst einen Screenshot und erkläre danach, was ich erwartet hätte.“
2 · Kontext statt Zauberformel
„Du bist ein weltbekannter Experte mit 25 Jahren Erfahrung …“ kann in bestimmten Fällen nützlich sein, ist aber keine Pflicht. Meist hilft der KI mehr, wenn sie deine echte Situation versteht.
Was möchtest du am Ende haben oder verstehen?
Was existiert schon und was hast du bereits versucht?
Zeig, wie etwas aussehen soll oder wo es gerade schiefgeht.
Was darf nicht verändert werden? Welche Vorgaben müssen eingehalten werden?
3 · Zeigen statt beschreiben
Wenn dein KI-Dienst Bilder oder Dateien unterstützt, kannst du Fehler, Oberflächen, Dokumente oder Bilder direkt zeigen. Wichtig ist: nur den Bereich teilen, den die KI wirklich für deine Frage braucht.
Das Windows-Tutorial öffnet in einem neuen Tab und zeigt den Ablauf mit Tastenkürzeln und Bildern.
Vom Einmal-Prompt zum Dialog
Gutes Prompting ist nicht verschwunden. Nur die Vorstellung, dass ein einziger perfekt gebauter Prompt immer alles lösen muss, passt nicht mehr zu jeder Aufgabe.
Jede Rolle, jedes Format und jeder Schritt muss schon vor der ersten Antwort exakt beschrieben sein.
„Du bist ein erfahrener Softwareentwickler. Analysiere die folgende Aufgabe in exakt fünf Schritten …“
Du kannst grob starten, etwas zeigen, nachfragen und die Aufgabe gemeinsam präzisieren.
„Pass auf, ich habe da ein Problem mit meinem Programm. Hier ist ein Screenshot – ich erkläre dir gleich, was anders sein sollte.“
4 · Wenn Genauigkeit zählt
Je genauer das Ergebnis sein muss, desto mehr lohnt es sich, Anforderungen ausdrücklich zu nennen. Das ist besonders bei professioneller oder wiederholbarer Arbeit wichtig.
Du musst keine Prompt-Sprache lernen. Schreib einfach klar auf, was wichtig ist – so wie du einem Kollegen eine Aufgabe geben würdest, bei der bestimmte Punkte wirklich eingehalten werden müssen.
5 · Vor dem Senden prüfen
Gerade Screenshots und Dokumente enthalten schnell mehr Informationen, als man auf den ersten Blick merkt.